Eifersucht Junggesellenabschied

Junggesellenabschied – für die einen bedeutet ein solcher Abend viel Spaß und eine Menge Alkohol. Dabei ziehen die besten Freunde des Bräutigams mit diesem, wie man so schön sagt, traditionell um die Häuser und feiern das Ende seines Junggesellendaseins.

Natürlich beschränkt sich der Junggesellenabschied nicht nur auf den Bräutigam, denn auch die Braut feiert das Ende Jungesellinnenzeit mit ihren Freundinnen auf ähnliche Weise.

In vielen Städten Deutschlands sehen abendliche Besucher der Altstadt oder der Kneipengegend immer wieder Gruppen von Frauen oder Männern, die ausgelassen ihren Junggesellenabschied feiern.

Dabei sind diese Gruppen zumeist schon aus der Entfernung deutlich erkennbar, denn in den meisten Fällen trägt einer der Gruppe ein Nachthemd oder eine sonstige Verkleidung oder eine große Plastikkugel, die mit einer Kette an seinem Knöchel befestigt ist und vernaschaulichen soll, dass dies in Kürze sein Los sein wird.

Die restlichen Mitglieder der Gruppe tragen in den meisten Fällen einheitliche T-Shirts, auf denen manchmal auch ein Bild des Bräutigams zu sehen ist, sowie einen lustigen Spruch.

Im Laufe der letzten Jahre treten diese Gruppen vermehrt in den Städten auf, so dass mittlerweile häufig mehrere Gruppen gleichzeitig unterwegs sind und für die Belustigung anderer Gäste sorgen.

Unabhängig davon, ob eine solche Veranstaltung in der eigenen oder einer weit entfernten Stadt zur Durchführung gelangen, sind Eifersucht Junggesellenabschied allerdings auch Stichwörter, die bei jeder dieser Veranstaltungen für Aufregung sorgen.

Gerade wenn der Junggesellenabschied zum Beispiel auf der Reeperbahn in Hamburg gefeiert werden soll, die als Lasterhöhle verschrien ist und wo Sexshops, Tabledance und andere Verlockungen winken, schlägt die Eifersucht der Daheimgebliebenen häufig Kapriolen und sie stellen sich die wildesten Dinge vor, die dort passieren können.

In ihrer Eifersucht sehen die Daheimgebliebenen Ihre Partner in einer Tabledance Show mit halbnackten Frauen. Sie sehen sie in einem Bordell in den Armen einer Prostituierten liegen. Da es Tabledance, Bordelle, Singlekneipen und Erotikbars nicht nur in den Großstädten, sondern in beinahe jeder größeren Stadt gibt, können Sie sich vorstellen, dass Sie mit Ihrer Eifersucht im Moment nicht allein dastehen.

Natürlich hilft Ihnen diese Erkenntnis in Ihrer jetzigen Gemütsverfassung keinesfalls weiter, aber möglicherweise hilft sie Ihnen dabei, einmal über die Situation und Ihre Eifersucht nachzudenken.

Besteht wirklich die realistische Möglichkeit, dass der Junggesellenabschied einen solchen Verlauf nimmt, oder ist dieser Verlauf etwas, was Ihnen Ihre Eifersucht und Ihr Kopfkino als wahrscheinlichen Ablauf vorzuspiegeln versucht?

Dass ein solcher Junggesellenabschied den Teilnehmern Spaß machen soll steht dabei natürlich völlig außer Frage. Dass dabei möglicherweise auch geflirtet wird, ist etwas, was ebenso wenig in Frage gestellt wird oder werden sollte. In den allermeisten Fällen jedoch läuft es darauf hinaus, dass die Jungs sich gnadenlos dem Monster Alkohol hingeben und einen unvergesslichen Abend feiern wollen. Möglicherweise sucht die Gruppe auch ein Lokal auf, in dem Tabledance angeboten wird.

Aber sind wir doch mal ehrlich miteinander – gibt es dort etwas zu sehen, was nicht auch tagtäglich im Fernsehen zu sehen ist? Die Damen, die dort auftreten, sorgen schon selbst dafür, dass es beim Zuschauen bleibt und sofern ihnen dies nicht allein gelingen sollte, steht ihnen das sonstige Personal dabei unterstützend zur Seite. Das Einzige, was die Jungs bei einem solchen Besuch verlieren können, ist ihr Geld. Mehr wird dabei ganz sicher nicht passieren.

Versuchen Sie also, einmal realistisch darüber nachzudenken, wieso die Stichwörter Eifersucht Junggesellenabschied Sie so aus der Fassung bringen und warum Ihnen Ihre Eifersucht so sehr zusetzt.

Ist es wirklich das Verhalten Ihres Partners, was die Angst schürt, dass er im Rahmen eines Junggesellenabschiedes in die Arme einer anderen Frau sinkt?

Basieren diese Ängste auf Erlebnissen einer vergangenen Partnerschaft? Oder liegen die Gründe hierfür möglicherweise ganz woanders?