Gefahr sozialer Netzwerke

Stellen soziale Netzwerke wirklich eine Gefahr für Ihre Beziehung dar? Diese Frage lässt sich nicht ganz so einfach beantworten, wie es vielleicht wünschenswert wäre.

In der digitalen Zeit ist es einfach, Kontakte zu knüpfen. In der realen Welt würden Sie sicherlich äußerst selten auf die Idee kommen, einen Ihnen fremden Menschen, egal ob Mann oder Frau, auf der Straße anzusprechen. Die Hemmschwelle ist viel zu hoch und außerdem wissen Sie ja nichts über diese Person, was Ihnen einen Anknüpfungspunkt bieten könnte.

Im digitalen Zeitalter der sozialen Netzwerke und Online-Dating Portale ist es viel einfacher, jemanden anzusprechen. Zunächst einmal bietet das Profil jedes Users Informationen über diese Person. Sofern Sie dort etwas lesen, was Sie anspricht, haben Sie schon einen Anknüpfungspunkt. Dazu kommt, dass die Hemmschwelle im Internet extrem niedrig liegt, da man nicht befürchten muss, sich lächerlich zu machen. Schließlich kann die angesprochene Person Sie ja nicht sehen.

Bei sozialen Netzwerken werden Sie oder Ihr Partner immer wieder jemanden ansprechen, den Sie vielleicht schon aus dem realen Leben kennen, oder weil Sie gemeinsame Bekannte haben. Da kann der ehemalige Klassenkamerad ebenso auftauchen wie der Ex-Freund oder Ex-Mann.

Auch wenn Ihr Partner in aller Unschuld mit anderen Menschen kommuniziert, ihnen Nachrichten auf deren Pinwand hinterlässt oder diese Nachrichten auf seiner Pinwand hinterlassen, kann dies von Ihnen ganz anders aufgefasst werden.

Welche Situationen könnten zu eifersüchtigen Reaktionen führen? Nun, da wäre natürlich zunächst einmal, wenn Ihr Partner Interesse an einer anderen Person zeigt. Gesteigert wird die Eifersucht noch dadurch, dass diese Ihnen nicht bekannt ist. Als nächstes ist da eine Person, die Interesse an Ihrem Partner zeigt und ihm Nachrichten hinterlässt. Weiteren Brennstoff erhält Ihre Eifersucht, wenn Ihr Partner Kontakt zu einer früheren Partnerin hat und sich mit dieser unterhält.

All diese und sicherlich noch einige Möglichkeiten zur Steigerung der Eifersucht haben soziale Netzwerke unabsichtlich gleich mit im Angebot.

Grundsätzlich besteht also durchaus die Möglichkeit, dass ein soziales Netzwerk eine Gefahr für Ihre Partnerschaft darstellt. Muss das so sein? Die Antwort darauf muss ganz klar „Nein“ lauten.

Wenn Ihr Partner Zeit in einem sozialen Netzwerk verbringt, bedeutet das nicht gleich, dass er mit Ihnen nichts mehr zu tun haben möchte oder auf der Suche nach jemand anderem ist. Der Mensch kommuniziert gern und grundsätzlich ist ja auch gar nichts dagegen zu sagen, soziale Kontakte zu pflegen. Zumindest, sofern Ihr Partner nicht seine gesamte freie Zeit dort verbringt und auch noch mitten in der Nacht vor dem PC sitzt.

Wenn Sie beide in demselben sozialen Netzwerk angemeldet sind und Sie auf der Profilseite Ihres Partners sehen, wer die Seite besucht hat und von wem Nachrichten hinterlassen wurden, sollten Sie nicht gleich in Eifersucht ausbrechen, wenn Sie dort Personen finden, die Ihnen nicht bekannt sind. Möglicherweise sind es Bekannte von Bekannten, die den Kontakt, vielleicht auch zu Ihnen beiden, aufbauen möchten.

Des Weiteren sollten Sie sich immer vor Augen führen, dass das, was Sie da lesen, vom Verfasser möglicherweise anders gemeint war, als Sie es interpretieren.

Die Gefahr, die von sozialen Netzwerken ausgeht, besteht auch darin, dass man neue Menschen kennen lernt. Menschen, denen man etwas erzählen kann und die sich dafür interessieren. Menschen, für die man interessant ist und die auch interessant wirken.

Bedingt dadurch entstehen Gespräche, die das Gefühl von Nähe vermitteln können, was dazu führen kann, dass die Schmetterlinge, die man in der eigenen Beziehung kaum noch oder schon lange nicht mehr spürt, hier mit einem mehr oder weniger Fremden wieder fliegen.

Was können Sie tun, um Ihre digitale Eifersucht in den Griff zu bekommen?

Gerade bei Online-Dating Portalen gibt es allerdings auch noch eine andere Gefahr, die allerdings nichts mit Eifersucht zu tun hat, hier jedoch zumindest kurz Erwähnung finden sollte. In Online-Dating Portalen, aber auch manchen sozialen Netzwerken gibt es User, die durch ihre Wortwahl und den vorgeblichen beruflichen und privaten Hintergrund Vertrauen erwecken wollen. Dabei wird nicht von vorn herein auf eine spätere Hochzeit hin gearbeitet. Vielmehr lässt er eine gemeinsame Zukunft anklingen.

Sobald das notwendige Vertrauen zu einer Frau aufgebaut ist, geht der Betrüger zur Phase 2 über. Dabei erweckt er den Eindruck, bedrückt zu sein und auf Nachfrage berichtet er von finanziellen Problemen, von einem Notfall eines nahen Verwandten, der einer teuren medizinischen Behandlung bedarf oder einer einzigartigen Gelegenheit bei einem Geschäft. Die Intention hierbei ist es, Geld zu bekommen, welches dann per Western Union irgendwo hin gesandt werden soll.

Dieses Spiel geht so lange, bis das Opfer nicht mehr bereit ist zu bezahlen. Sobald dieser Punkt erreicht ist, bricht der Kontakt plötzlich ab und das Geld ist natürlich weg und Sie werden es nie wieder sehen. Beispiele für solche Betrüger im Internet finden Sie auf der Übersichtsseite Heiratsschwindler im Internet per Klick auf den nachfolgenden Link: http://www.detektei-aplus.de/heiratsschwindel-im-internet.htm.